Heute am 13.6.2024 ist Globaler Fettleber-Tag!

Stille Volkskrankheit bedroht nicht nur die Leber

Information der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ)

Am 13. Juni 2024 findet der Globale Fettleber-Tag statt, der vom Global Liver Institute in den USA ausgerichtet wird. Fettlebererkrankungen sind eine verborgene weltweite Epidemie, welche bereits 115 Millionen Menschen weltweit betrifft. Laut Schätzungen des Global Liver Institute könnte sich diese Zahl bis 2030 mehr als verdreifachen. In Österreich ist bereits jede/r Dritte betroffen!

Die häufigsten Ursachen für eine Fettleber sind fehlerhafte Ernährung, Adipositas, Diabetes mellitus oder vermehrter Alkoholkonsum. Andere Ursachen können Erkrankungen des Stoffwechsels, chronische Infektionen oder Arzneimittel sein (z.B. Cortison oder bestimmte HIV-Medikamente).

Problem in Österreich: Die Fettleber wird von vielen Ärzten und vor allem von der Gesundheitspolitik und den Gesundheitskassen nicht als ernste Krankheit wahrgenommen, erst die Auswirkungen. Wir als Patientenorganisation arbeiten daran, um das zu ändern!

In Österreich sind etwa 30% der Bevölkerung von einer stoffwechselbedingten Fettlebererkrankung betroffen. Die Tendenz ist steigend. Oft wird eine Fettleber nur zufällig im Ultraschall entdeckt. Die Leber hat kein Schmerzempfinden und es gibt oft keine Warnsignale, wenn diese erkrankt. Schmerzen im Oberbauch sind möglich, wenn die Leber vergrößert ist und auf das umgebende Gewebe drückt. Andere Symptome wie Müdigkeit und Konzentrations­störungen sind sehr unspezifisch und kein klarer Hinweis auf eine Fettleber. Viele Erkrankungen werden daher nicht oder erst spät diagnostiziert.

Der Verlauf einer Fettleber ist sehr unterschiedlich. Günstig ist Fettleber aber nie und kann zu Problemen führen, die nicht nur die Leber betreffen. Die Fettlebererkrankung ist ein Risikofaktor für weitere Erkrankungen: Laut Global Liver Institute sind mehr als 70% der Fettleber-betroffenen fettleibig. Bis zu 75% haben Typ-2-Diabetes und der überwiegende leidet an schlechten Blutfettwerten. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bei Fettleber zusätzlich erhöht.

Auch die Leber selbst kann gefährdet sein. Dies gilt vor allem dann, wenn sich die verfetteten Leberzellen zusätzlich entzünden. Chronische Entzündungen können schleichend über Jahre hinweg zu einer Vernarbung der Leber führen, also einer Leberzirrhose. Zudem ist das Risiko für Leberkrebs erhöht.

Lebensstil ändern!

Lebensstiländerungen wie gesunde Ernährung, Bewegung und Alkoholverzicht stehen bei Fettlebererkrankungen an erster Stelle. Eine mediterrane Diät mit viel Gemüse und Ballaststoffen ist schmackhaft und auch für die Leber gesund. Fast Food und Süßigkeiten sind dagegen ebenso wie Alkoholkonsum Risikofaktoren. Insbesondere eine hohe Menge an Fruktose kann eine Fettleber begünstigen. Menschen mit Fettleber sollten möglichst auch auf Softdrinks wie Limonaden, Cola und gesüßte Säfte verzichten. Auch vermeintlich gesunde Smoothies spielen bei Fettleber eine unrühmliche Rolle, da diese viel Fruktose enthalten. Obst in Maßen ist zwar auch bei Fettleber gesund, sollte aber zwei Portionen pro Tag nicht überschreiten. Kaffeetrinker können sich dagegen freuen: Kaffee scheint sich günstig auf die Leber auszuwirken und sogar leicht leberschützende Effekte zu haben.

Erste Medikamente in Sicht

In den USA wurde kürzlich mit Resmetirom erstmals auch ein Arzneimittel gegen Fettlebererkrankungen zugelassen. Eine Zulassung in der EU wird derzeit durch die europäische Arzneimittelagentur geprüft. Resmetirom kann helfen, wenn Lebensstil-Änderungen allein nicht ausreichen. In den USA ist das Arzneimittel nur für eine Untergruppe von Menschen mit Fettleberentzündung zugelassen, deren Leber bereits teilweise vernarbt ist.

Ob das Abnehm-Präparat Semaglutid indirekt auch einer Fettleber entgegenwirken kann, wird in Studien untersucht.

Eine Rundum-Glücklich-Pille gegen Fettleber wird es vorerst nicht geben. Menschen mit Fettleber können sich auch in naher Zukunft nicht darauf verlassen, dass ihr Problem mit Medikamenten lösbar ist. Zudem kommt eine Fettleber selten allein, da viele Betroffene gleichzeitig an Übergewicht und anderen Problemen wie Diabetes oder Bluthochdruck leiden, welche ebenfalls behandelt werden müssen.

Fettleber: Wann zum Facharzt?

Wenn eine Fettleber diagnostiziert wird, spielen Hausärztinnen und Hausärzte eine wichtige Rolle bei der Entscheidung: Wer braucht nur einige Tipps für einen gesünderen Lebensstil und kann damit wieder nach Hause geschickt werden? Wer hat mehr Risikofaktoren – oder gar schon einen Leberschaden – und sollte für weitere Untersuchungen und Behandlung in eine hepatologische Praxis oder Ambulanz überwiesen werden? Anhand von Ultraschall und Leberwerten ist dies nicht immer eindeutig erkennbar. Andererseits kann man nicht ein Drittel der Bevölkerung alle auf Verdacht in gastroenterologisch-hepatologische Schwerpunktpraxen oder Leberambulanzen schicken. Diese sind jetzt schon so überlaufen, dass es oft Monate bis zu einem Termin dauert.

Eine zusätzliche Orientierung in der Hausarztpraxis kann der FIB-4-Score bieten. Dies ist ein kostenloser Online-Rechner, der auf vielen Webseiten von Laboren und Kliniken zu finden ist. Dieser rechnet vier Faktoren zusammen: Das Lebensalter, zwei Leberwerte (GOT und GPT) und die Blutplättchen (Thrombozyten). Das Ergebnis hilft bei der genaueren Einschätzung, ob es ein Risiko für eine Lebervernarbung gibt, also eine Fibrose. Wenn ja, sollte der betroffene Mensch an eine Schwerpunktpraxis oder Leberambulanz überwiesen werden.

Hintergrund: Global Fatty Liver Day

Der Globale Fettleber-Tag wurde in vergangenen Jahren noch unter einem anderen Namen durchgeführt: Als International NASH Day, der erstmals 2018 stattfand. NASH (nicht-alkoholische Steatohepatitis) war bis vor kurzem der Fachbegriff für eine Fettleberentzündung, die nicht durch Alkohol, sondern andere Faktoren wie Übergewicht oder Diabetes verursacht wurde. Eine Erkrankung nach dem zu benennen, was sie nicht ist, ist allerdings verwirrend. Vor einem Jahr wurden alle Fachbegriffe für Fettleber weltweit geändert. So wird eine Stoffwechsel-bedingte Fettleber nun als „Metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatotische Lebererkrankung (MASLD)“ bezeichnet. Die entzündliche Form nennt sich „Metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH)“. Die neuen Begriffe sind wissenschaftlich genauer und weniger stigmatisierend, aber für Laien nicht ganz leicht zu merken oder auszusprechen. Aus diesem Grund wurde entschieden, beim Aktionstag künftig den populären Begriff „Fettleber“ zu verwenden.

Internationale Webseite: https://globalfattyliverday.com/

Leberkrebs (Hepatozelluläres Karzinom, HCC)

Sehr geehrte Interessierte!

Der Leberkrebs (Hepatozelluläres Karzinom, HCC) steigt auch in Österreich enorm an. Deshalb müssen wir als verantwortungsvolle Patient:innenorganisation mit unserem Fachbeirat darauf aufmerksam machen, dass nicht nur der Lifestyle (Ernährung, Alkohol, Medikamente uvm) an der Entstehung Schuld sein kann, sondern müssen explizit darauf hinweisen, dass jeder Patient:in mit einer viralen Lebererkrankung wie z.B. HBV/HDV, HCV unbedingt regelmäßig zur Kontrolle gehen muss. Auch wenn z.B. eine Hepatitis C ausgeheilt ist, heißt das nicht, dass man nie an Leberkrebs erkranken kann. Wenn frühestmöglich diagnostiziert wird, kann heutzutage eine Heilung herbeigeführt werden. Deshalb bieten wir Ihnen speziell eine Informationsbroschüre wie unten angeführt, an, um eine umfangreiche Information aber natürlich auch die persönliche Betreuung zu ermöglichen.

Wo stehen wir derzeit?

Leberkrebs gehört weltweit zu den häufigsten Krebsarten: 5.-häufigster Krebs bei Männern, 7.-häufigster Krebs bei Frauen, jedoch 3.-häufigste Krebs-Todesursache. Dass Leberkrebs so häufig zum Tod führt liegt auch daran, dass nur bei 30% aller Patien:iInnen eine Therapie mit dem Ziel einer Heilung möglich ist. In 70% der Fälle ist die Erkrankung zum Diagnosezeitpunkt schon so weit fortgeschritten, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist. Das Ziel ist dann eine Lebensverlängerung bei akzeptabler Lebensqualität. Aber auch bei den Patient:innen, die primär mit kurativer Zielsetzung behandelt werden, liegt das 5-Jahresüberleben nur bei 40 – 70%. Ein Grund dafür ist sicherlich die Tatsache, dass Leberkrebs in 90% der Fälle in einer zirrhotischen Leber auftritt und auch die Leberzirrhose selbst die Sterblichkeit erhöht. Zusätzlich stellt die Leberzirrhose oft auch eine Kontraindikation für manche kurative Therapieansätze (z.B. Leberteilresektion) dar.

Was sind unsere Ziele?

Unser Ziel muss es sein, Erkrankungen der Leber, die mit einem erhöhten Krebs-Risiko einhergehen (z.B. chronische Hepatitis B oder C), frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln, um so das Krebsrisiko zu senken. Gleichzeitig muss das Screening so verbessert werden, dass Leberkrebs in früheren Stadien diagnostiziert wird und mehr PatientInnen einer kurativen Therapie zugeführt werden können. Um diesem Ziel näher zu kommen, sollten Patient.innen mit einer chronischen Lebererkrankung in speziellen Leberambulanzen regelmäßig kontrolliert werden.

Wenn Sie, sehr geehrte/r Leser:in Details und fachliche Information wünschen, bitte kontaktieren Sie uns und wir senden Ihnen dann eine ausführliche Informationsbroschüre gerne per e-mail zu. Bitte schreiben Sie an info@gesundeleber.at und bitten Sie um die Übermittlung der Informationsbroschüre unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Adresse, E-Mail.

Selbstverständlich stehen wir für eine persönliche Beratung jederzeit zur Verfügung. Eine derartige Diagnose braucht gefühlvollen Umgang mit den Patient:innen. Man kann über Ernährung, Verhalten sehr viel für seinen Körper tun, um mit dieser Diagnose besser umgehen zu können und die Therapie und Heilung zu unterstützen.

Unsere Tel. Nr. ist: 0676/5204124, info@gesundeleber.at.

Welt-Hepatitis-Tag 2023 – 28. Juli „Ich warte nicht. Ich handle!“

Am 28. Juli ist wieder Welt-Hepatitis-Tag! Seit 2011 macht die World Hepatitis Alliance (WHA) an diesem Tag jährlich auf die Gefahren von viralen Lebererkrankungen aufmerksam, um vor allem Hepatitis B, C und Delta bis zum Jahr 2030 zu eliminieren. In Österreich wird dieses Ziel von der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ) rund um Vorsitzende Angelika Widhalm und ihren Partnernvorangetrieben.

Am 28. Juli ist es wieder so weit: Der Welt Hepatitis Tag 2023 findet weltweit statt, um die Awareness für alle viralen Hepatitiden zu steigern und um diese schweren Lebererkrankungen bis 2030 zu eliminieren. „Denn aktuell stirbt alle 30 Sekunden ein Mensch an viraler Hepatitis“, betont Angelika Widhalm, Vorsitzende der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ). Sie appelliert an alle: „Lass dich testen! Du könntest Dein Leben retten.“ In diese Stoßrichtung geht auch das diesjährige Motto des Welt Hepatitis Tags, der von World Hepatitis Alliance ausgerichtet wird. „I’m not waiting!“ „We’re not waiting“. In Österreich: „Ich warte nicht! Ich handle!“ Die übergeordnete Kampagne der World Hepatitis Alliance unter dem Title „Hep can’t wait“ (Hepatitis kann nicht warten) läuft bereits seit drei Jahren.Dieses Motto soll den Menschen klarmachen, dass sie selbst die Verantwortung für ihre Gesundheit tragen und selbst aktiv werden sollten, um sich und andere vor Hepatitis-Infektionen und ihren Folgen zu schützen. „D.h., sich testen lassen. Und wenn eine Infektion vorliegt, dann sofort mit der entsprechenden antiviralen Therapie zu beginnen. Aktiv werden heißt aber auch, sich impfen zu lassen, um einer Infektion vorzubeugen.

Fakten zur viralen Hepatitis

Weltweit sind laut WHO-Schätzungen noch immer ca. 58 Millionen Menschen von chronischer Hepatitis C betroffen. Viel mehr jedoch wissen nichts von ihrer Infektion.

Geschätzte 15 Millionen Europäer sind chronisch HCV infiziert, eingeschlossen 5,5 Millionen, die in der EU leben; jedes Jahr werden 27.000 – 29.000 neue Fälle in der EU/EEA diagnostiziert. Beweise zeigen, dass sich in einigen europäischen Ländern die jährliche Todesrate durch HCV in den letzten 20 Jahren vervierfacht hat.

Laut WHO-Angaben von 2022 leben weltweit 296 Millionen Menschen mit chronischer Hepatitis B. 5% dieser Menschen (ca. 14,8 Millionen) leiden zusätzlich an einer Hepatitis-Delta-Infektion. Das unvollständige Hepatitis-Delta-Virus kann nur zusammen mit Hepatitis B existieren, verschlechtert aber den Verlauf oft dramatisch.

Die Situation in Österreich

„Lebererkrankungen sind auch in Österreich stark im Steigen begriffen und bilden somit eine große finanzielle Herausforderung für das Gesundheitssystem“, betont Widhalm und verweist darauf, dass virale Hepatitis A, B, C, Delta in Österreich gut behandelt werden können – „Hepatitis C ist heilbar. Es ist jedoch noch immer nicht vorgesehen, in der Gesundenuntersuchung auf virale Hepatitiden zu testen. Das muss sich ändern!“, fordert die HHÖ-Vorsitzende, da es in Österreich noch immer keine geregelten Screening-Programme für alle gibt und Diagnosen fast immer per Zufall gestellt werden. „JEDER kann betroffen sein, nicht nur Risikogruppen, er weiß es nur noch nicht! Und jeder Betroffene hat ein Recht auf Diagnose und Therapie, um sich und seine Familie schützen zu können.“ fügt Widhalm mit Nachdruck hinzu.

Für einige Risikogruppen gibt es bereits vereinzelt Test- und Betreuungsangebote, die jedoch überall ausgebaut gehören. 

„Auch die Therapie gegen Hepatitis B ist erfolgreich, wenn sie rechtzeitig eingeleitet wird. Man muss die Betroffenen jedoch erst finden! Und daran krankt es hier“, meint Widhalm hinsichtlich Hepatitis B, die oft gemeinsam mit einer Hepatitis Delta-Infektion auftritt. „Seit 2020 kann man auch Delta gut therapieren und so einen schweren Verlauf der Hepatitis B verhindern“, betont die HHÖ-Vorsitzende und fordert, „dass jeder Hepatitis B-Betroffene einmal im Leben auf Hepatitis Delta getestet werden muss, um rechtzeitig eine Therapie einleiten zu können.

Seltene Lebererkrankungen

„Die seltenen Lebererkrankungen sind nicht so selten, wie man glaubt, denn es gibt sehr viele verschiedene seltene Lebererkrankungen (PBC, AIH, PSC, Morbus Wilson, Hämochromatose, Alpha 1 Antitrypsin uvm.). Die Anlagen dazu werden oft vererbt“, erläutert Widhalm. „Auch hier müssen wir die Informationen noch intensiver in die Bevölkerung tragen, damit diese entsprechend sensibilisiert wird.“

Auch der Zugang zu innovativen Therapien ist oft mit großen Hürden verbunden, hier muss endlich gehandelt werden, da diese Erkrankungen meist gut therapiert werden können. „Vor allem bei der PBC (Primär Biliäre Cholangitis) gab es in den letzten Jahren enorme Fortschritte in der Therapie. Die Allgemeinmediziner sollten in jedem Fall sensibilisiert werden und rechtzeitig zum Hepatologen überweisen“, fordert Widhalm.

Neue Volkskrankheit Fettleber

„Eine nicht infektiöse Lebererkrankung, die weltweit, aber vor allem in Europa, Amerika und Australien viele Todesopfer fordert, wird von vielen Ärzten noch unterschätzt: die Fettleber – die neue Volkskrankheit Nr. 1“, erläutert die HHÖ-Vorsitzende. Meist wird sie durch eine übermäßige Aufnahme von industriell verarbeitetem Zucker wie u.a. Maisstärkesirup in Kombination mit zu wenig Bewegung, einer nicht ausgewogenen Ernährung (zu viel Kohlenhydrate, zu wenig Proteine) und/oder Alkohol verursacht und kann zu schweren Folgen wie Diabetes bis hin zum Leberkrebs führen. In Österreich sind etwa jeder 3. Mann und jede 4. Frau betroffen. Die Fettleber ist mittlerweile der häufigste Grund für eine Lebertransplantation weltweit!

„Wenn wir sofort Präventionsmaßnahmen einleiten, ersparen wir uns in 10 Jahren ca. 90 % der Menschen mit Diabetes, die wir hätten, wenn wir weiterhin gegen diese Volkskrankheit nichts machen würden“, so Widhalm weiter. „Durch Präventionsmaßnahmen ersparen wir uns aber vor allem menschliches Leid und Gesundheitskosten und setzen so einen Beitrag zu einer gesünderen Bevölkerung.“

Die HHÖ fordert in diesem Zusammenhang, dass bei erhöhten Leberwerten alle nötigen Untersuchungen durchgeführt und diese auch von den Krankenkassen refundiert werden. „Das ist aktuell leider nicht der Fall“, verweist Widhalm auf einen rigorosen Missstand hierzulande. „Grundsätzlich sollten Elastographie Untersuchung (FibroScan) in die Maßnahmen einer herkömmlichen Vorsorgeuntersuchung aufgenommen werden!“ So könnte man auch die sogenannten seltenen Lebererkrankungen rechtzeitig erkennen, um die Betroffenen rasch therapieren zu können.

Die HHÖ hat in Kooperation mit dem Verein Praevenire, dem Gesundheitsforum, die „Lebergesundheit 2030“ initiiert, um Lebererkrankungen endlich auf die gesundheitspolitische Ebene zu heben, wo sie hingehört, nämlich GANZ oben. Dies ist heuer gelungen und wird mit der Integrierung des Themas in politische Aktivitäten in den nächsten Jahren massiv intensiviert

Die Risikofaktoren auf einen Blick

·      Übergewicht

·      Bewegungsmangel

·      falsche Ernährung

·      übermäßiger Alkoholgenuss

·      sowie genetische Risikofaktoren

Forderungen der HHÖ auf einen Blick

·      Regelmäßige Screenings auf Lebererkrankungen im Rahmen von Präventionsmaßnahmen

·      Screeningprogramme auf Fettleber im Rahmen der Diabeteszentren.

·      Bessere Zusammenarbeit der Diabetologen mit den Hepatologen und Gastroentereologen.

·      Angebot von kostenlosen Hepatitis-Schnelltests im Rahmen von Prävention an die breite Bevölkerung.

·      Jeder Hepatitis B-Patient muss einmal im Leben auf Hepatitis D (Delta) getestet werden, um rechtzeitig die neue Therapie einzuleiten.

·      Erweiterung der Tests bei der Gesundenuntersuchung auf Lebererkrankungen.

·      Die Erstellung eines von der WHO seit Jahren geforderten Hepatitis-Aktions-Planes auch in Österreich.

·      Erstellung eines umfangreichen Präventionskonzeptes und Umsetzung dessen zum Thema Lebererkrankungen – beginnend sofort mit dem Thema Fettleber und in Folge alle Lebererkrankungen und deren Folgen.

·      Volle Übernahme der Kosten für Impfungen gegen Hepatitis A und B auch im Erwachsenenalter.

·      Erstattung der Kosten durch die SV für Untersuchungen der Leber mittels Elastographie (Fibroscan) im Rahmen der Kassenverträge.

·      Erstattung der vollen Kosten durch die SV für MTDs (Diätologen, Physio usw.), die zur Behandlung von Lebererkrankungen und deren Folgen nötig sind.

·      Erstattung der Kosten im Bereich der psychischen Gesundheit durch die SV bei Lebererkrankungen und deren Folgen.

·      Volle Einbeziehung in das Gesundheitsprogramm aller Lebererkrankungen auf gesundheitspolitischer Ebene und sofortiges Setzen von Präventionsmaßnahmen.

Links:

https://www.worldhepatitisalliance.org/
http://www.welthepatitistag.info/
https://www.gesundeleber.at/

Über die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform gesunde Leber

Die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ) wurde im Jahr 2000 von engagierten Patienten gemeinsam mit Ärzten und den Partnern aus der Gesundheitspolitik gegründet. Seither fungiert der gemeinnützige Verein als Schnittstelle zwischen PatientInnen und MedizinerInnen, Behörden, Ministerien, Arbeiter- und Wirtschaftskammer, Sozialversicherungsträgern, Krankenkassen sowie regionalen Behörden hier in Österreich. Ein wissenschaftlicher Beirat, bestehend aus namhaften Fachärzten und Wissenschaftlern, gewährleistet die Zuverlässigkeit, Aktualität und Seriosität der medizinischen Informationen der HHÖ. Die Hepatitis Hilfe Österreich wird künftig noch enger als bisher mit allen zuständigen Behörden, Ministerien und einschlägigen Institutionen des Landes sowie den Medien zusammenarbeiten.

Downloads:

Die Pressemappe

Die Beilage: „Präsentation Leber und Kardiometabolische Erkrankungen 2023“

Die Beilage „Übersicht im Viren Dschungel: Das Hepatitis ABC

Welt-Hepatitis-Tag 2023 – die HHÖ lädt am 25. Juli, 10 Uhr, zur WHD 2023-Pressekonferenz ins „Haus der Wiener Mode“, 1010 Wien, Fütterergasse 1, 2. Stock

Wie jedes Jahr wird auch heuer am 28. Juli der Welt-Hepatitis-Tag begangen, mit dem die World Hepatitis Alliance (WHA) seit 2011 jährlich auf die Gefahren von viralen sowie vielen anderen Lebererkrankungen aufmerksam macht. Das Ziel ist es, Hepatitis A, B, C und Delta bis zum Jahr 2030 zu eliminieren und die Awareness für Lebererkrankungen in Österreich zu erhöhen. In Österreich wird dieses Ziel von der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ) rund um Vorsitzende Angelika Widhalmmit ihren Partnern vorangetrieben.

Die Gäste der PK haben die Möglichkeit, einen kostenlosen Lebercheck mittels Fibroscan und persönliches Gespräch mit unseren Fachärzten, zu erhalten.

wir, die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber/HHÖ, hoffen, dass diese E-Mail Sie in bester Gesundheit erreicht und laden Sie im Rahmen des Welt Hepatitis Tags 2023 zur Pressekonferenz am 25. Juli um 10 Uhr ein. Dabei wird es inhaltlich um die derzeitige Situation hinsichtlich viraler Hepatitiden (A, B, C und Delta) und der zunehmenden Bedrohung der Volkskrankheit Fettleber und den Zusammenhängen mit Diabetes und Leberkrebs. Die seltenen Lebererkrankungen müssen mehr in den Vordergrund gestellt werden, um auch in diesem Bereich Leben zu retten.

Agenda der Pressekonferenz:

  • Begrüßung und Einführung in den Welt Hepatitis Tag 2023, der am 28. Juli 2023 begangen wird.
  • Prävention und Gesundheitsbewusstsein ist in Österreich auch im Leberbereich notwendig. Präventionsmodelle werden vorgestellt.
  • Impfungen gegen Hepatitis A und B ist ein wichtiger Teil der Präventionsmodelle und müssen von der ÖGK endlich auch im Erwachsenenalter erstattet werden.
  • Präsentation der personalisierten Risikoprofilerstellung für Lebererkrankungen
  • Die Notwendigkeit einer umfassenden Teststrategie für virale Hepatitiden Hepatitis B, C und Delta in Österreich
  • Neue Therapien bei viralen Hepatitiden (Delta)
  • Die wachsende Gefahr der Volkskrankheit „Fettleber“ und ihre Verbindung zum Leberkrebs
  • Vorstellung des Projekts: Fibroscan als Screening Methode für die frühzeitige Erkennung von Lebererkrankungen – jedem Facharzt oder Allgemeinmediziner sein leistbares Gerät.
  • Erstattung der nicht invasiven Screening-Methoden (Messung der Elastographie) durch die Gesundheitskassen im Rahmen von Präventionsmaßnahmen.
  • Aufnahme von zusätzlichen wichtigen Parametern zur Früherkennung von Lebererkrankungen in die Gesundenuntersuchung.
  • Seltene Lebererkrankungen wie z.B. PBC, AIH, PSC, Morbus Wilson in Österreich – gar nicht so selten, frühere Diagnosen können durch frühen Beginn von Therapien Leben retten.!!!
  • Möglichkeit zur Diskussion und Beantwortung Ihrer Fragen
  • Kostenlose Leberchecks mittels Fibroscan für alle Gäste der Pressekonferenz

Die Eckdaten kompakt auf einen Blick:

Ort: 1010 Wien, Fütterergasse 1, 2. Stock im „Haus der Wiener Mode“ (Verbindungsgasse Judenplatz zu Wipplingerstraße)

Datum: 25. Juli 2023

Uhrzeit: 10:00 Uhr

Wir freuen uns, Experten begrüßen zu dürfen, die Ihnen Einblicke in die aktuelle Situation und zukünftige Pläne zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der viralen Hepatitiden und Fettleber und deren Zusammenhang mit Diabetes bis hin zum Leberkrebs und seltene Lebererkrankungen geben werden.

Die Redner:

  • Angelika Widhalm, Vorsitzende der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber / HHÖ
  • OA Doz. Dr. Gerd Bodlaj, KH-Barmherzige Schwestern in Wien
  • Ap.Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. et scient.med. Mathias Mandorfer, M.D. Ph.D., Leiter der Arbeitsgruppe Lebererkrankungen in der ÖGGH
  • Obmann der ÖGK Andreas HUSS
  • Dr. Gottfried HIRNSCHALL, ehemals Direktor of the departement HIV und virale Hepatitis in der WHO und Board-Mitglied der WHO und HHÖ sowie
  • Frau Mag. Gabi Jaksch, Präsidentin der MTD-Austria.

Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist, daher empfehlen wir eine rechtzeitige Anmeldung per E-Mail an angelika.widhalm@gesundeleber.at – oder Sie antworten einfach auf diese Einladung.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Berichterstattung und Ihr Interesse an diesem wichtigen Thema. Gemeinsam können wir das Bewusstsein für virale Hepatitiden und die Bedeutung der Prävention von der stark steigenden Volkskrankheit Fettleber und allen anderen Lebererkrankungen stärken.

Mit freundlichen Grüßen,

Angelika Widhalm, HHÖ

Über die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform gesunde Leber

Die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ) wurde im Jahr 2000 von engagierten Patienten gemeinsam mit Ärzten und den Partnern aus der Gesundheitspolitik gegründet. Seither fungiert der gemeinnützige Verein als Schnittstelle zwischen PatientInnen und MedizinerInnen, Behörden, Ministerien, Arbeiter- und Wirtschaftskammer, Sozialversicherungsträgern, Krankenkassen sowie regionalen Behörden hier in Österreich. Ein wissenschaftlicher Beirat, bestehend aus namhaften Fachärzten und Wissenschaftlern, gewährleistet die Zuverlässigkeit, Aktualität und Seriosität der medizinischen Informationen der HHÖ. Die Hepatitis Hilfe Österreich wird künftig noch enger als bisher mit allen zuständigen Behörden, Ministerien und einschlägigen Institutionen des Landes sowie den Medien zusammenarbeiten.

Rückfragen richten Sie bitte an
HHÖ-Vorsitzende Angelika Widhalm
Tel: 0676/5204124
E-Mail: angelika.widhalm@gesundeleber.at

International NASH Day am 8. Juni 2023

Am 8. Juni 2023 findet der International NASH Day statt, der dieses Jahr unter dem Motto „Step up for NASH“ steht – „Aufstehen für NASH“. Der Aktionstag wird weltweit vom Global Liver Institute (GLI) ausgerichtet. NASH steht für „nicht‐alkoholische Steatohepatitis“, also eine Fettleberentzündung, die nicht durch Alkohol verursacht ist.

Nach Schätzungen des Global Liver Institute haben 115 Millionen Menschen weltweit eine Fettlebererkrankung. Bis 2030 könnten sogar bis zu 357 Millionen Menschen betroffen sein. In Österreich leiden ca jeder Dritte bereits an einer Fettlebererkrankung. Ca. 8% sind von einer daraus resultierenden Leberentzündung – einer NASH – betroffen. Durch eine jahrelange, chronische NASH kann die Leber vernarben, bis eine Leberzirrhose entsteht. Zudem ist bei NASH das Risiko für Leberzellkrebs extrem erhöht.

Fettlebererkrankungen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie reichen von einer einfachen Leberverfettung über chronische Entzündungen bis hin zu fortgeschrittenen Leberschäden wie Zirrhose und Leberkrebs. Gefährlich wird es insbesondere dann, wenn sich die verfetteten Leberzellen zusätzlich entzünden:

Dann liegt eine NASH vor, also eine Nicht‐alkoholische Steatohepatitis, welche auch der Namensgeber dieses Aktionstages ist.

Fettlebererkrankungen finden sich häufig bei Menschen mit einem metabolischen Syndrom: Hier liegen mehrere Risikofaktoren gleichzeitig vor, nämlich Insulinresistenz bis hin zum Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas, Bluthochdruck und schlechte Blutfettwerte. Im Gegensatz zu alkoholbedingten Erkrankungen werden diese Erkrankungen als „nicht‐alkoholische Fettlebererkrankungen“ bezeichnet (NAFLD). Das metabolische Syndrom ist inzwischen häufiger die Ursache für eine Fettlebererkrankung als Alkohol – allen voran bei Jüngeren und Kindern.

Fettleber und NASH: nicht nur ein Leberproblem

Entzündungsprozesse bei NASH bleiben oft nicht auf die Leber beschränkt: Herz‐Kreislauf‐ Erkrankungen treten bei NASH noch häufiger auf als bei einfacher Fettleber. Herzversagen ist bei NASH überraschenderweise die häufigste Todesursache – noch vor dem Leberversagen. Zudem kann eine Fettlebererkrankung auch Insulinresistenz, Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas begünstigen – also genau die Faktoren, welche wiederum die Leberverfettung verursachen und verschlimmern.

Fruktose ist Hauptgrund in der Ernährung für Fettleber und NASH und deren Folgen.

Bereits vor 2 Jahrzehnten wurde von auch österreichischen Hepatologen erforscht, dass der übermäßige Genuss von Fruktose – vorwiegend versteckter Fruktose – einer der Hauptgründe für die Entwicklung einer Fettleber ist. Deshalb ist die Gesundheitspolitik dringendst aufgefordert, auf die Lebensmittelindustrie Einfluss zu nehmen, dass endlich die hochanteiligen fruktosehaltigen Getränke reduziert werden. Auch in industriell gefertigten anderen Lebensmitteln ist oft die billige Fruktose vielfältig enthalten, die den Beginn einer lebensbedrohenden Erkrankung nach sich ziehen kann. Hier wird mehr Gesundheitsbewußtsein in der Bevölkerung gefordert. Diese muss bereits im Kindergarten gelehrt werden und auch von dort aus angewendet werden. Es gehört in den Schulen wieder Ernährungslehre und Kochen eingeführt und vieles mehr bis hin ins hohe Alter. Nur so kann man langfristig das in Österreich nur sperlich vorhandene Gesundheitsbewusstsein heben und die Bevölkerung kann gesünder werden und bleiben.

Was tun gegen Fettleber und NASH?

Lebensstiländerungen bleiben das A und O der Fettleber‐Behandlung: Denn wenn die Ursachen einer Fettleber beseitigt werden, kann sich sowohl eine Leberverfettung als auch eine Fettleberentzündung zurückbilden. Gesunde Ernährung wie z.B. eine mediterrane Diät, ausreichend Bewegung, ein gut eingestellter Diabetes und Reduktion eines eventuellen Übergewichts können zu beitragen, eine Fettlebererkrankung zurückzubilden. Alkoholkonsum sollte ebenfalls reduziert werden; selbst wenn dieser bei NAFLD nicht die Hauptursache ist, kann Alkohol insbesondere bezüglich Leber und Bauchspeicheldrüse wie ein Brandbeschleuniger wirken.

Bislang gibt es noch keine wirkliche medikamentöse Therapie der Fettleber. In Studien wird aktiv an zahlreichen Substanzen geforscht, der Fokus liegt dabei jedoch auf schwer Leberkranken, die sowohl starke Entzündungen als auch Vernarbungen ihrer Leber aufweisen. Sollte es zu Neuzulassungen kommen, werden dies zunächst verschreibungspflichtige und teure Medikamente für besonders schwer Erkrankte sein. Da die meisten Menschen mit Fettleber auch Begleiterkrankungen haben, ist eine alleinige Behandlung der Fettleber jedoch keine ausreichende Lösung.

Wechselspiel zwischen Fettleber, Diabetes mellitus und Adipositas

Fettlebererkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas und Herzerkrankungen gehen oft Hand in Hand. Diabetes und Adipositas begünstigen Fettansammlungen auch in der Leber. Umgekehrt schütten verfettete Leberzellen vermehrt Glukose aus und verschlechtern die Insulinresistenz, was das Risiko von Diabetes mellitus und Adipositas erhöht. Kurz gesagt, Fettlebervorsorge ist auch immer Vorsorge gegen Diabetest Typ 2.

„Viele Menschen mit Adipositas haben gleichzeitig eine Fettleber“, erklärt Christel Moll, Vorsitzende des Adipositas Verband Deutschland e.V. „Diese wird jedoch häufig nicht diagnostiziert. Wegen ihres Aussehens erfahren Patienten immer wieder Stigmatisierung und schämen sich. Sie trauen sich in der Praxis dann oft nicht, ihre Ärztinnen oder Ärzte auch um einen Ultraschall der Leber zu bitten. Das Stigma von Adipositas und Lebererkrankungen als „selbstverschuldete“ Krankheiten muss bekämpft und das Selbstvertrauen der Betroffenen gestärkt werden. Dies würde auch dazu beitragen, dass die große Volkskrankheit Fettleber früher diagnostiziert und besser behandelt werden kann.“

„Fettleber betrifft sehr oft Menschen mit Diabetes mellitus oder Adipositas. Diese wissen oft nicht, wie wichtig ihre Leber sowohl für den Diabetes als auch für Entgiftung, Verdauung, Blutgerinnung und das Immunsystem ist“, warnt Dr. Klaus‐Dieter Warz, Bundesvorsitzender der Deutschen Diabetes Föderation und Co‐Vorsitzender der Diabetiker‐Allianz und fordert Konsequenzen: „Das Disease‐ Management‐Programm (DMP) für Diabetes mellitus sollte erweitert werden und künftig auch die Leber berücksichtigen. Wünschenswert ist ein jährliches Screening der Leber mittels Ultraschall und Leberwerten. Die Ergebnisse dieser Screenings sollten auch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert Koch‐Institut künftig verstärkt dokumentiert werden.“

Prävention, Hilfestellung und Therapie ist gesundheitspolitisches oberstes Ziel.

Im Bundesverband Selbsthlfe Österreich haben sich die dementsprechenden österreichischen Patientenorganisationen zu dem Bundes-Forum Gastroenterologie zusammengeschlossen und erarbeiten dort gemeinsam die ersten unabdingbaren Notwendigkeiten in Österreich. Die ÖGGH hat bereits die ersten Ernährungsrichtlinien bei Fettleber und in Folge schwerer Lebererkrankungen und deren Folgen herausgegeben. Dabei werden die Forderungen in zwei Hauptgebiete aufgeteilt:

1. Präventionsmaßnahmen in allen Erkrankungebereichen, dazu gehört Bewegung und richtige Ernährung als Grundlage und

2. die Therapiemöglichkeiten und Hilfe bei der Änderung des Lebensstiles. Ziel ist es, die Langzeitfolgen von NASH wie Diabetes Mellitus ‚Typ 2, Kardio-Vaskuläre Erkrankungen bis hin zur Leberzirrhose und oftmals Lebertransplantation bis zum Leberkrebs zu vermeiden und so die Gesundheit in der Bevölkerung zu erhalten und zu heben.

HHÖ-Plattform Gesunde Leber hat bei den Gesundheitsgesprächen vom Verein Praeveniere in Seitenstetten im Mai 2023 in einer Kooperation mit diesem, die Initiative „Lebergesundheit 2030“ ins Leben gerufen und es erstmals geschafft, dass das Thema „Lebererkrankungen und deren Folgen wie Adipositas, Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen“ auf die gesundheitspolitische Ebene gehoben wurde. Die hohe Gesundheitspolitik nimmt nunmehr diesen Erkrankungebereich ernst und wird in Prävention und Vorsorge sowie Therapie und Hilfestellungen investieren müssen. Dies ist ein großer Erfolg der österr. Patientenorganisationen in Kooperation mit Praeveniere.

Über die Hepatitis Hilfe Österreich

Die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ) wurde im Jahr 2000 von engagierten Patienten gemeinsam mit Ärzten und den Partnern aus der Gesundheitspolitik gegründet. Seither fungiert der gemeinnützige Verein als Schnittstelle zwischen PatientInnen und MedizinerInnen, Behörden, Ministerien, Arbeiter- und Wirtschaftskammer, , Gesundheitskassen, SV, sowie regionalen Behörden hier in Österreich. Ein wissenschaftlicher Beirat, bestehend aus namhaften Fachärzten und Wissenschaftlern, gewährleistet die Zuverlässigkeit, Aktualität und Seriosität der medizinischen Informationen der HHÖ. Die Hepatitis Hilfe Österreich wird künftig noch enger als bisher mit allen zuständigen Behörden, Ministerien und einschlägigen Institutionen des Landes sowie den Medien zusammenarbeiten.

Über das Global Liver Institute

Das Global Liver Institute ist eine 501(c)(3) steuerbefreite gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Washington, D.C., Vereinigte Staaten. Das GLI ist die einzige gemeinnützige Organisation für Lebergesundheit, die in den USA und Europa tätig ist. Es setzt sich dafür ein, dass der Lebergesundheit der Stellenwert in der globalen öffentlichen Gesundheitsagenda eingeräumt wird, der ihrer Prävalenz und ihren Auswirkungen angemessen ist. Die Hauptaufgabe des GLI besteht darin, die Effektivität der Leber‐Community zu stärken, indem es Innovation, Zusammenarbeit und die Skalierung optimaler Ansätze zur vollständigen Heilung von Lebererkrankungen fördert. Weitere Informationen zum GLI finden Sie unter www.GlobalLiver.org. Folgen Sie dem GLI auf Twitter und Facebook unter @GlobalLiver und auf Instagram unter @globalliverinstitute.

Rückfragen: Andreas Röhrenbacher, Angelika Widhalm

HHÖ – Plattform Gesunde Leber

Klagbaumgasse 3, 1040 Wien

info@gesundeleber.at

Tel. +43 676 5204124

Gruppentreffen der Plattform Gesunde Leber – HHÖ

Unsere Gruppentreffen finden in einem Hybrid-Format statt. Die Teilnahme ist sowohl online per Zoom als auch persönlich in der Klagbaumgasse 3 in 1040 Wien statt.

  • Das Treffen im April fällt leider aus terminlichen Gründen aus.
  • Dienstag, 9. Mai 2023
  • Dienstag, 13. Juni 2023
  • Dienstag, 12. September 2023
  • Dienstag, 10. Oktober 2023
  • Dienstag, 14. November 2023
  • Dienstag, 13. Dezember 2023 (Weihnachtsfeier)

Unser Treffen findet wie gewohnt um 18:00 statt, ab 17:00 gibt es die Möglichkeit nach Voranmeldung auch ein persönliches Gespräch zu führen.

Falls sie per Zoom teilnehmen möchten bitten wir Sie, sich im vorheinein per E-Mail an Info@gesundeleber.at zu melden damit wir Ihnen den Zugangslink zusenden können.

„Corona Patienten Österreich“ empfiehlt immunschwachen Patienten monoklonale Antikörper gegen Covid 19 – sowohl als Therapie als auch präventiv

COVID-19-Medikament und Prävention für immunschwache Patient:innen: Die vor einem Jahr von der Patientenvertreterin Waltraud Duven und unter medizinischer Leitung von Frau Mag. Dr. med. Margit Winterleitner gegründete Patienteninitiative „Corona Patienten Österreich“ möchte die Situation von Covid-19-Patienten in jeder Hinsicht verbessern. Besonders für alle immungeschwächten Patient:innen (z.B. Organtransplantierte, Krebspatient:innen, Dialysepatient:innen und vielen mehr) empfiehlt die Initiative aktuell die monoklonalen Antikörper, die diesen Menschen in Kombination mit der Impfung einen optimalen Schutz vor einer Infektion mit Covid-19 bzw. vor schweren Verläufen und Long COVID bieten. Die Bundesregierung hat dieses Medikament, das Anfang dieses Jahres auch zur Prävention von Covid 19 zugelassen wurde, bereits gekauft und es ist in Österreich verfügbar.

Zahlreiche Personen, die eine Organtransplantation hinter sich haben, an Krebspatient:innen sowie Dialysepatient:innen und viele mehr, haben auch nach einer COVID-19-Impfung keinen ausreichend Schutz vor dieser Erkrankung, da ihr Immunsystem mitunter stark geschwächt ist. Für diese Menschen gibt es bereits längere Zeit monoklonale Antikörper, die in Kombination mit der COVID-19-Impfung einen optimalen Schutz bietet – und zwar sowohl prophylaktisch, also vor einer Infektion, als auch therapeutisch etwa vor schweren Krankheitsverläufen und Long COVID. Abgegeben wird dieses Medikament nur in Krankenhäusern bzw. Ambulanzen. Doch leider wird es immunschwachen Patient:innen nur selten aktiv angeboten, weil z.B. die Allgemeinmediziner derzeit keinen Zugang dazu haben. Das heißt, die Patient:innen müssen meist selbst gezielt danach fragen. 

Eingesetzt werden können diese monoklonalen Antikörper bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren (mit mindestens 40 kg Körpergewicht), die keine zusätzliche Sauerstoffzufuhr benötigen. Verabreicht wird das Medikament per intramuskuläre Injektionen. 

Zu therapeutischen Zwecken sollte das Medikament so schnell wie möglich nach einem positiven Virustest auf SARS-CoV-2 und innerhalb von 7 Tagen nach Auftreten von COVID-19-Symptomen angewendet werden, um eine optimale Wirkung entfalten zu können. 

Die Zusammensetzung des Medikaments, das seit Kurzem auch als Prävention gegen Covid 19 zugelassen ist: Tixagevimab und Cilgavimab. Beides sind Wirkstoffe, die man monoklonale Antikörper nennt. Diese Antikörper sind Proteine (Eiweiße), die an ein bestimmtes Protein von SARS-SoV-2 binden, das Virus, das COVID-19 verursacht. Durch die Bindung an dieses Protein verhindern sie, dass das Virus in menschliche Zellen eindringt. 

Die Botschaft heißt: Immunschwache Patient:innen müssen im Spital oder der Ambulanz nach monoklonalen Antikörpern fragen. Über Corona Patienten Österreich (CPÖ)
Die gemeinnützige, unabhängige und nicht gewinnorientierte Patienteninitiative Corona Patienten Österreich wurde 2022 von den drei Gründungsmitgliedern Mag. Dr. med. Margit Winterleitner (Allgemeinmedizinerin), Angelika Widhalm und Waltraud Duven (Patientenvertreterinnen) sowie Martin Brandau (Pflegefachassistent und Betroffener) ins Leben gerufen, um die Situation von betroffenen Covid-19-Patienten mit all ihren seelischen, körperlichen oder sozialen Einschränkungen vor, während oder nach einer Covid-19-Infektion sowie deren Angehörige deutlich zu verbessern. Zudem ermöglicht es die Initiative Patienten, sich untereinander auszutauschen und zu unterstützen. Corona Patienten Österreich hat es sich als Mitglied des Bundesverbandes Selbsthilfe Österreich zudem zur Aufgabe gemacht, alle diese Erfahrungswerte – auch im Zusammenhang mit den Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung – zu bündeln, um diese dann in das Gesundheits- und Sozialsystem einfließen lassen zu können. So soll zu jeder Zeit eine optimale Lebensqualität der Betroffenen gewährleistet werden.

Rückfragen richten Sie bitte an:

Mag. Dr. med. Margit Winterleitner (Allgemeinmedizinerin)

Tel: 0664/3802727

Angelika Widhalm, Gründungsmitglied der Corona Patienten Österreich

Tel: 0676/5204124

E-Mail: info@corona-patienten.at

www.corona-patienten.at

Angebot anläßlich der European Testing Week 2022

Kostenlose virale Hepatitis-Schnelltests der HHÖ anlässlich der HIV/Hepatitis- European Testing Week Herbst 2022:

Vom 21. bis 28. November 2022 setzt die Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ) wieder ein starkes Zeichen für die Testoffensive der European Testing Week (ETW) hier in Österreich. In dieser Woche werden wieder kostenlose virale Hepatitis-Schnelltests der HHÖ angeboten.

Das Hauptziel: Die Eliminierung viraler Hepatitis bis 2030.

Im Beratungszentrum in 1040 Wien, Klagbaumgasse 3, können zusätzlich die Leberwerte getestet werden, damit auch gleich die Möglichkeit von anderen ernsten Lebererkrankungen abgeklärt werden kann. Hier erfahren die Besucher Interessantes rund um das Thema Lebererkrankungen, Vorbeugung, Therapie und Leben damit.

HIV/Hepatitis-Testing-Week Herbst 2022:
dieses Mal zusätzlich bei HHÖ in Wien mit Tests zu Lebererkrankungen!

Wien, am 16. November 2022. Angelika Widhalm, Vorsitzende der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ), ist überzeugt: „Wenn wir das WHO-Ziel, bis 2030 Hepatitis zu eliminieren, erreichen wollen, müssen wir die Dunkelziffer senken. Das geht nur mit Tests!“ Aus diesem Grund bietet die HHÖ in der Zeit vom 21. bis 25. November 2022 wieder die Möglichkeit, sich im Rahmen der Testing Week kostenlos auf virale Hepatitis testen zu lassen. Widhalm möchte auch „Herrn und Frau Österreicher“ motivieren, ihren Status dahingehend zu klären, denn es gibt durchaus gute Nachrichten: Während es gegen Hepatitis A und B schon lange Schutzimpfungen gibt und effektive Therapien bei B, ist seit 2015 Hepatitis C sogar heilbar. Auch bei der Therapie der bisher unbehandelbaren Hepatitis D (Delta) gibt es unlängst große Erfolge in der Therapie.

„Lassen Sie sich also testen, Sie könnten so Ihre Leber und somit Ihr Leben retten denn: Leber OK- Leben OK“. betont Widhalm.

Die Eckdaten zur HIV/Hepatitis-Testing Week 2022:

  • Von 21. bis 28. November in ganz Österreich bei den Aids-Hilfen
  • In Wien auch im Beratungszentrum der HHÖ  in der Klagbaumgasse 3, 1040 Wien (Bus 13A, Strassenbahn Linie 1, 62 und Badner Bahn – Station Johann Strauss Gasse.

Voranmeldung unter info@gesundeleber.at erbeten.

Testzeiten: 21. – 25. November 2022 von 11:00 – 18:00 Uhr.

Und: Diesmal gibt es im Rahmen der Testing Week für virale Hepatitis auch kostenlose Lebertests !

Um auch für das so wichtige Gesundheitsthema „Lebererkrankungen im Allgemeinen“ (viraler, erworbener oder ererbter) Awareness zu schaffen und somit eventuell andere Lebererkrankungen frühzeitig zu erkennen, bietet die HHÖ im Rahmen der Testing Week Herbst 2022, zusätzlich kostenlose allgemeine Lebertests im Beratungszentrum der HHÖ, 1040 Wien, Klagbaumgasse 3, an.

Derzeit steigen auch Leberkrebsfälle in Österreich stark an. Auch hier gibt es gute Nachrichten: Rechtzeitig erkannt, ist dieser schon weitgehend heilbar bzw. erfolgreich behandelbar, so die Aussage von Herrn Primar, Univ. Prof. Dr. Arnulf Ferlitsch, Facharzt für Innere Medizin, Zusatzfacharzt für Gastroenterologie, Hepatologie, und Fach-Beirat der HHÖ. Demnächst werden Online-Informations-Vorträge zu den einzelnen Themen stattfinden. Bleiben Sie dran: www.gesundeleber.at oder facebook: Hepatitis Hilfe Österreich

 

Rückfragen richten Sie bitte an:

HHÖ-Vorsitzende Angelika Widhalm, Tel: 0676/5204124; E-Mail: info@gesundeleber.at

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Die HHÖ dankt für die Kooperation mit

Stellungnahme COVID-19 Impfplicht für Organtransplantierte

Hier finden Sie die Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit auf die gemeinsam von ÖGN, ÖGR und Austrotransplant formulierte Presseaussendung zur COVID-19 Impfpflicht.

Kostenlose Grippeimpfung!

Sensationelles Angebot von unserer sehr engagierten Begleitärztin Frau Priv. Doz. Dr. Med.Uni Sandra Beinhardt im 2. Bezirk in Wien, Karmelitergasse2.

Sie bietet kostenlose Grippeimpfung an, vorwiegend für Organtransplantierte und chron. Leberkranke, egal welche. Natürlich sind auch Familienangehörige in dieses Angebot mit eingeschlossen. Als hervorragende Hepatologin spricht sie natürlich gerne über ihre eventuelle Lebererkrankung, wie z. B. die weit verbreitete Fettleber oder vieles mehr mit Ihnen.

Als Internistin behandelt sie immer den ganzen Menschen. Anmeldung bitte unter www.Int-med2.at und beziehen Sie sich auf die Hepatitis Hilfe Österreich.